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Der Verein verabschiedete in der Folgezeit eine Satzung, trat dem Landessportbund bei, ließ sich ins Vereinsregister eintragen und die Gemeinnützigkeit anerkennen. Zwar war das eigentliche Ziel, Fußball zu spielen. Da aber noch kein entsprechendes Gelände zur Verfügung stand, wurde in den ersten beiden Jahren Tischtennis gespielt. Geselligkeit wurde und wird beim SV Lörzenbach schon immer groß geschrieben. So wurde schon am 1. Februar 1958 ein Kappenabend mit Kräppelessen veranstaltet.

In diesem Jahr machte der rührige Vorstand Nägel mit Köpfen. Am 14. Februar 1958 wurde beschlossen, bei der Gemeinde einen Antrag auf Bereitstellung eines Sportplatzgeländes zu stellen. Zwei Täge später wurde das Gelände oberhalb des damaligen Forsthauses besichtigt. Die Lörzenbacher Gemeindevertretung stimmte dem Vorhaben am 7. März 1958 zu und dank der Verhandlungen von Bürgermeister Theodor Hölzing, der vom Beigeordneten Emil Rudolph, Kreisfußballwart Franz Hackl und dem Landtagsabgeordneten und Rimbacher Bürgermeister Adam Schmitt unterstützt wurde, konnte die Gemeinde das etwas hängige Gelände „Ober der Hohl“ für 7950 DM, die nur in Raten bezahlt werden konnten, von der ehemaligen Naussauischen Siedlungsgesellschaft in Darmstadt erstehen. Der Platz wurde dann am 1. Januar 1961 an den SV kostenfrei verpachtet unter der Maßgabe, dass ihn Schule, Gesangverein und Feuerwehr in trainingsfreien Zeiten ebenfalls nutzen können.

Für die Herrichtung eines Spielfeldes und der Errichtung eines Umkleideegbäudes wurden schließlich Kosten in Höhe des damals immensen Betrags von 118.000 DM ermittelt. „Auf die damalige Zeit zurückblickend war es erstaunlich, was die Lörzenbacher Sportler unter Zurückstellung aller eigenen Interessen vollbrachten“, würdigte Gemeindechronist Eddy Gern in seiner Chronik zum 25-jährigen Bestehen. Große Unterstützung leistete dabei der Leiter des Tiebauamtes des Kreises Bergstraße, Diplom-Ingenieur Leo Schilling.